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Die Lage in Venezuela ist unübersichtlich. Seit Anfang des Jahres tobt ein offener Machtkampf im Land mit den weltweit größten Erdölreserven. Der Oppositionspolitiker Juan Guaidó hat sich zum Interimspräsidenten von Venezuela erklärt und den amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro damit offen herausgefordert. Die USA und die meisten EU-Staaten haben Guaidó daraufhin als Übergangspräsidenten anerkannt, Russland oder China wiederum verweisen darauf, dass Maduro nach wie vor rechtmäßiger Staatschef Venezuelas ist. Seit Längerem versucht besonders die US-Regierung, Maduro zum Rückzug zu drängen. Dies geschieht in erster Linie durch Sanktionen und einen umfangreichen Wirtschaftsboykott. Und diese Maßnahmen zeigen Wirkung. Für viele Menschen in Venezuela hat die ökonomische Krise mittlerweile existenzbedrohende Züge angenommen.

Doch nicht nur die Wirtschaftssanktionen und sinkende Ölpreise sind für die Situation verantwortlich, die Krise ist auch hausgemacht. So hat es die Regierung Maduro nicht geschafft, die Korruption im Land einzudämmen. Die staatlichen Subventionen und das System der Devisenzuteilung haben ein enormes Anwachsen der Schattenwirtschaft begünstigt, und nach 20 Jahren Linksregierung ist Venezuela abhängiger von Importen denn je.

Sind die Reformansätze der „Bolivarischen Revolution“ gescheitert? Warum drängen die USA und EU auf einen Sturz Maduros? Welche Parallelen gibt es zwischen der aktuellen Krise und der Situation in Venezuela vor dem ersten Wahlsieg von Präsident Chávez 1999? Hat die Regierung Maduro eine Antwort auf die drängenden Fragen oder steuert Venezuela auf einen Bürgerkrieg zu?

Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Raul Zelik diskutieren.

Dr. Raul Zelik ist Schriftsteller, Übersetzer und Politikwissenschaftler und lebt in Berlin. Er war Professor für Internationale und vergleichende Politik an der Nationaluniversität Kolumbien und 2017/2018 Vertretungsprofessor an der Universität Kassel. Er publiziert seit vielen Jahren zu Lateinamerika, unter anderem: „Made in Venezuela. Notizen zur bolivarischen Revolution“ (2004); „Andere mögliche Welten? Krise, Linksregierungen, populare Bewegungen. Eine lateinamerikanisch-europäische Debatte“ (2013) und „Paramilitarismo. Violencia y transformación social en Colombia“ (2015). Zuletzt erschien von ihm „Spanien. Eine politische Geschichte der Gegenwart“ (2018).


Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin


Teilnahmegebühr

0,00 €


Termin(e)

Fr. 03.05.2019, 19:00 - 21:30 Uhr


Zeitraum

Beginn: 03.05.2019 19:00
Ende: 03.05.2019 21:30
Ort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung (EG)



Veranstaltungsort


Termin(e)

Fr. 03.05.2019, 19:00 - 21:30 Uhr

Datum Zeit Straße Ort
Fr. 03.05.2019 19:00 - 21:30 Uhr Sebastianstr. 21 Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung (EG)
Teilnahmegebühr

0,00 €

Format

Abendveranstaltung