Programm / Programm / Kursdetails

Anmeldeschluss


"Klasse" und "Klassenkampf", das waren die wichtigsten Schlagworte unter denen die sozialen Bewegungen ihre Kämpfe für Gleichheit und Freiheit führten. Die Arbeiter*innenbewegung nutzte den Begriff der Klasse, um die Einheit der Arbeiter*innen auszudrücken. "Klasse" bedeutete Identität und beschrieb gleichzeitig die Stellung in der Gesellschaft. Der Klassenkampf war dementsprechend das kollektive Aufbegehren gegen Unterdrückung und Ausbeutung.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff in den Hintergrund gedrängt: Insbesondere in Deutschland versuchte ein aggressiver Antikommunismus den Begriff der Klasse aus dem Diskurs zu verdrängen. Gleichzeitig erschien das Konzept der Klasse aus soziologischer Perspektive immer zweifelhafter, da er Spaltungen und Brüche innerhalb der scheinbar objektiven Klassenstrukturen verdeckte. Und schließlich entdeckten die neuen sozialen Bewegungen ab den 70er-Jahren neue gesellschaftsverändernde Subjekte jenseits der Arbeiter*innenklasse und wandten sich vom Klassenkampf ab.

In den letzten Jahren ist jedoch eine Renaissance des Klassenbegriffs zu erkennen. Insbesondere das globale Erstarken der Rechten, die teilweise in der alten Arbeiter*innenklasse erfolgreich sind, hat die Diskussionen um eine neue Klassenpolitik befeuert. Dies geschieht teilweise in Abgrenzung, teilweise in Ergänzung zu den Ansätzen linker Politik aus den letzten vierzig Jahren.

In diesem Seminar wollen wir erforschen, wie eine moderne Klassenpolitik aussehen kann. Dazu werden wir uns mit historischen Konzeptionen von Klasse beschäftigen, die derzeitige Gesellschaftsstruktur analysieren und Vorschläge für eine neue Klassenpolitik diskutieren. Wir werden sowohl Texte gemeinsam und in Kleingruppen lesen als auch uns in interaktiven Methoden dem Thema nähern.

Mit: Max Zeterberg hat Geschichte und Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und promoviert nun in Kassel zu emanzipatorischer und antikapitalistischer Jugendarbeit.

Dirk Reinink hat Soziologie studiert und arbeitet in der gewerkschaftlichen politischen Bildung.

Das Seminar ist gut für Einsteiger*innen geeignet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Seminar richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre.

Unsere Corona-Präventionsmaßnahmen:
Gemeinsam wollen wir auf die Sicherheit aller achten. Wir werden die Räume gut durchlüften und die Stühle mit ausreichend Abstand aufstellen. Sie werden eine kleine Gruppe von Teilnehmenden sein, bitte halten Sie dennoch jederzeit die 1,5 Meter Abstand ein. Bitte bringen Sie Ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mit. Öfter zwischendurch Händewaschen und Händedesinfizieren wird empfohlen. Ein Desinfektionsmittelständer steht bereit. Wir bitten darum, die Pausen nach Möglichkeit im Freien zu verbringen. Leider können wir aufgrund der Hygienevorschriften kein Buffet / keine Snacks bereitstellen. Die Versorgung mit Mineralwasser ist aber gewährleistet. Auch Kaffee und Tee wird möglich gemacht. Bitte tragen Sie für eine eventuelle Kontaktnachverfolgung Ihre vollständigen Daten leserlich in die Teilnehmer*innenliste ein.

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin


Teilnahmegebühr

0,00 €


Zeitraum

Sa. 25.09.2021 - So. 26.09.2021, 11:00 - 17:00 Uhr


Zeitraum

Beginn: 25.09.2021 11:00
Ende: 26.09.2021 17:00
Ort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung


Anmeldeschluss:


25.09.2021


Veranstaltungsort


Zeitraum

Sa. 25.09.2021 - So. 26.09.2021, 11:00 - 17:00 Uhr

Datum Zeit Straße Ort
Sa. 25.09.2021 11:00 - 17:00 Uhr Sebastianstr. 21 Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
So. 26.09.2021 11:00 - 17:00 Uhr Sebastianstr. 21 Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Teilnahmegebühr

0,00 €

Format

Workshop



Anmeldeschluss