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Bildvortrag von und mit Almut Ilsen

Die "Frauen für den Frieden" im Ostteil Berlins waren ein fester Bestandteil der DDR-Opposition in den 1980er Jahren. Auch sie standen im Fokus der Staatssicherheit - aber zunächst wurde nach männlichen Rädelsführern gesucht. Das verschaffte den Frauen erst einmal Spielraum. Als die Stasi die Frauen dann ernst nahm, wurden auch diese bespitzelt, vernommen und verhaftet. Aber die Frauen entwickelten - zumeist jede für sich - Strategien im Umgang mit den Stasimännern, um in Zwangssituationen nicht nur ohnmächtig ausgeliefert, sondern auch Handelnde sein zu können.

Almut Ilsen, in Jena geboren, studierte dort Chemie, durfte jedoch aus politischen Gründen nicht promovieren. Später arbeitete sie als Fachreferentin für Naturwissenschaften in der Staatsbibliothek Berlin.
Als 1982 in der DDR ein neues Wehrdienstgesetz verabschiedet wurde, das auch die Einbeziehung von Frauen im Falle der Mobilmachung vorsah, begannen sich Frauen zusammenzuschließen und zu wehren. Es formierten sich in verschiedenen Städten Gruppierungen, die sich "Frauen für den Frieden" nannten.

Almut Ilsen war eine der Mitbegründerinnen der Ostberliner Gruppe. Sie ist seit 2016 offiziell im Ruhestand, jedoch weiter aktiv als Fotografin, Herausgeberin und Autorin. Ihr Erfahrungsbericht beschreibt die Entstehung einer staatsunabhängigen selbstorganisierten Frauenbewegung unter den Bedingungen der SED-Diktatur.

Veranstaltungsort:
EWA e.V.- Frauenzentrum, Prenzlauer Allee 6, 10405 Berlin
Der Zutritt zum EWA-Frauenzentrum ist ausschließlich Frauen* vorbehalten. Wir bitten um Verständnis.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem EWA-Frauenzentrum.
Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

Zur Veranstaltungsreihe:
100 Jahre Frauenwahlrecht - Wegbereiterinnen gestern und heute
Wo stehen Frauen 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechtes gesellschaftlich, beruflich und politisch


Was für junge, emanzipierte Frauen heute selbstverständlich ist, war in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten undenkbar. Frauen im Beruf, in der Wirtschaft, Bildung oder als Akademikerinnen sind heutzutage nicht mehr wegzudenken. Ganz zu schweigen von Frauen in der Politik. Die Narration beschreibt noch 100 Jahre zuvor den unerbittlichen Kampf zur Einführung des Frauenwahlrechts, wie z.B. von Frauen wie Clara Zetkin oder Hedwig Dohm. Am 19. Januar 1919 wurde in Deutschland erstmalig von Frauen gewählt.
Was ist seitdem passiert? Wo stehen Frauen heute? Welchen Herausforderungen sehen sich Frauen heute gegeben über gestellt? Diese Veranstaltungsreihe stellt Wegbereiterinnen und feministische Vordenkerinnen vor und möchte aktuelle feministische Diskussionen aufgreifen, die generationsübergreifend diskutiert werden können.
Vorträge zu "Frauen in der APO" in Westdeutschland, "Frauen für den Frieden" im Osten, Feminismus und Digitalisierung, eine Lesung über 100 Jahre Frauenwahlrecht und ein Workshop zum Thema Empowerment, sind Themenschwerpunkte die wir in dieser Veranstaltungsreihe aufgreifen möchten. Ziel ist es spannende Diskussionsrunden zu begleiten, unterschiedliche Frauengenerationen zusammenzubringen und ein Netzwerk für zukünftige Wegbereiterinnen der Gleichstellung aufzubauen.


Teilnahmegebühr

0,00 €


Termin(e)

Mo. 29.04.2019, 19:00 - 20:30 Uhr


Zeitraum

Beginn: 29.04.2019 19:00
Ende: 29.04.2019 20:30
Ort: EWA Frauenzentrum


Anmeldeschluss:


29.04.2019


Veranstaltungsort


Termin(e)

Mo. 29.04.2019, 19:00 - 20:30 Uhr

Datum Zeit Straße Ort
Mo. 29.04.2019 19:00 - 20:30 Uhr Prenzlauer Allee 6 EWA Frauenzentrum
Teilnahmegebühr

0,00 €

Format

Abendveranstaltung