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Was wir gemeinhin als „Arbeit“ betiteln, vergisst oft einen wichtigen Teil der weltweit geleisteten Arbeit. Nämlich die Arbeit, die entsteht durch die Fürsoge für sich selber, für andere, für die Gemeinschaft und die Umwelt. Auch das ist Arbeit – genannte Sorge-Arbeit ("Care-Arbeit") und sie wird oft unbezahlt geleistet. Sie ist lebensnotwendig für uns alle und entscheidend für das Funktionieren der Gesellschaft, doch sie ist ungerecht verteilt. Der Großteil dieser Arbeit wird global immer noch von Frauen* verrichtet. In den letzten Jahren ist der Konflikt rund um die Wertschätzung der Sorgearbeit ein wichtiges Thema in der feministischen Bewegung geworden.

In diesem Workshop wollen wir uns gemeinsam anschauen welche unterschiedlichen Potentiale der Veränderung in diesem Konflikt stecken. So wollen wir die Frage stellen, was diese gegenderte Arbeitsstruktur mit uns ganz persönlich macht und in welchen Konflikten wir uns in unserem alltäglichen Leben wiederfinden. Wie genau sehen die Konflikte aus, die sich daraus in unserem Alltag ergeben? Wir werden uns mit Rollen beschäftigen, die wir in sozialen Beziehungen als Frauen* und als Männer* einnehmen. Welche Muster erkennen wir in unseren Rollen in Paar-Beziehung, in Familie, in Gemeinschaften und Gruppen? Und was brauchen wir um diese Rollen neu zu verhandeln? Außerdem schauen wir uns die Kämpfen rund um die Sorge-Arbeit an, die auf der ganzen Welt gekämpft werden und werden uns fragen, wo setzen diese Kämpfe an und welche Handlungsoptionen können wir daraus für uns ableiten.

Dieser Workshop richtet sich an alle, die in ihrem alltäglichen Leben mit Sorge-Arbeit in Berührung kommen und sich schon immer mal auf einer selbst-reflektierenden und emotionalen Ebene mit diesem Thema beschäftigen wollten.

Seminarzeiten:
Sa, 03.10. 11:00 - 18:00 Uhr
So, 04.10. 11:00 - 18:00 Uhr

Wenn du eine Kinderbetreuung während der Workshopzeiten brauchst, wende dich bitte an das Bildungswerk (Lina Marie Tietze, tietze@bildungswerk-boell.de). Eine Betreuung vor Ort ist aus räumlichen Gründen allerdings nicht möglich.

Referentinnen
Julia Legge ist Erwachsenenbildnerin und als Trainerin für konstruktive Konfliktbearbeitung und Prozessbegleiterin in unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Kontexten unterwegs. Als Feministin ist der Kampf um Care-Arbeit ihr ein Herzensthema. (www.abouttheelephant.de)

Maike Panz ist freiberufliche Gestalterin und Trainerin für konstruktive Konfliktbearbeitung und transkulturelles Lernen. Ihre Workshops thematisieren vor allem feministische Themen rund um Identität, Diversität und Empowerment.


Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie.


Teilnahmegebühr

0,00 €


Zeitraum

Sa. 03.10.2020 - So. 04.10.2020, 11:00 - 18:00 Uhr


Zeitraum

Beginn: 03.10.2020 11:00
Ende: 04.10.2020 18:00
Ort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung



Veranstaltungsort


Zeitraum

Sa. 03.10.2020 - So. 04.10.2020, 11:00 - 18:00 Uhr

Datum Zeit Straße Ort
Sa. 03.10.2020 11:00 - 18:00 Uhr Sebastianstr. 21 Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
So. 04.10.2020 11:00 - 18:00 Uhr Sebastianstr. 21 Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Teilnahmegebühr

0,00 €

Format

Wochenendseminar