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Die Verwaltung der "globalen Migration" ist eine der größten Herausforderungen für die EU. Es ist eine harte Tatsache, dass derzeit 66 Millionen Menschen von Zwangsvertreibung betroffen sind. Die meisten von ihnen sind auf der Flucht vor Kriegen, Armut, Verfolgung und Elend. Die sogenannte "Flüchtlingskrise" von 2015 und die darauf folgende Politik der EU-Staaten haben deutlich gezeigt, dass keine gemeinsame "europäische Migrationspolitik" gibt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Auswirkungen der Krise Europa weiterhin erschüttern und zu einem Rechtsruck geführt haben. Dabei wird sichtbar, wie die Grundsätze der Menschenrechte einem kurzfristigen Sicherheitsdenken geopfert wurden. Die "Money for Containment"-Politik der Europäischen Kommission, d. h. die finanzielle Unterstützung von Drittländern an den EU-Grenzen, um Flüchtlinge und andere Migrant*innen zurückzuhalten, ist ein weiteres Beispiel für das kollektive Versagen der EU. Die berüchtigten Push-Back-Praktiken von Frontex und der Einsatz des EUROSUR, das in erster Linie darauf abzielt, illegale Einwanderung zu verhindern, anstatt Leben in Gefahr zu retten, schaffen mehr Probleme (wie das Elendslager Moria) als Lösungen. Kurzum, die "Festung Europa" mit ihren hohen Stacheldrahtzäunen und Betonmauern wurde zur bitteren Realität.

Dieser Workshop wird sich mit folgenden Fragen befassen: Was sind die Ursachen der globalen Migration? Was ist mit Push-Faktoren und Pull-Faktoren gemeint? Wie viele Flüchtende suchen Asyl in Europa? Wie haben die EU-Länder während der "Flüchtlingskrise" 2015 gehandelt? Warum hat die EU die "Balkanroute" geöffnet und später geschlossen? Wie funktioniert das Hotspot-System der EU und EUROSUR? Was macht Frontex? Wie können wir das Abkommen zwischen der EU und der Türkei verstehen? Was ist neu im "Neuen Migrations- und Asylpaket"? Wir gehen diesen Fragen anhand von Fallbeispielen, Arbeitsgruppen, Expert*inneninputs, Filmen und Diskussionen nach.

Seminarzeiten
Samstag 02.07.2022 09:30-16:00 Uhr
Sonntag 03.07.2022 10:00-16:00 Uhr

Referenten
Dr. Alphan Tuncer, Politikwissenschaftler
Dr. Mehmet Gökhan Tuncer, Politikwissenschaftler

Unsere Corona-Präventionsmaßnahmen Stand 19.5.2022:
Um die Sicherheit aller zu gewährleisten ist die Teilnahme an Veranstaltungen in den Räumlichkeiten des Bildungswerks nur mit einem tagesaktuellen Schnelltest (kein Selbsttest) möglich. Dieser wird beim Einlass ins Bildungswerk kontrolliert und mit einem Ausweisdokument abgeglichen.
Wir werden unsere Räume gut durchlüften und die Stühle mit ausreichend Abstand aufstellen. Sie werden eine kleine Gruppe von max. 15 Teilnehmenden sein, bitte halten Sie dennoch nach Möglichkeit die 1,5 Meter Abstand ein. In den Räumlichkeiten des Bildungswerks muss eine medizinische Maske getragen werden. Am Sitzplatz darf sie abgenommen werden.
Wir bitten außerdem darum, regelmäßig die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Desinfektionsmittelspender stehen bereit. Verbringen Sie die Pausen nach Möglichkeit im Freien. Bitte tragen Sie für eine eventuelle Kontaktnachverfolgung Ihre vollständigen Daten gut leserlich in die Teilnahmeliste ein.
Wir hoffen, mit unseren Maßnahmen für Sie die Voraussetzungen für einen unbeschwerten Workshop geschaffen zu haben. Viel Spaß.

Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der deutschen Klassenlotterie.

Bitte mitbringen:

tagesaktueller Schnelltest


Teilnahmegebühr

0,00 €


Zeitraum

Sa. 02.07.2022 - So. 03.07.2022, 09:30 - 16:00 Uhr


Zeitraum

Beginn: 02.07.2022 09:30
Ende: 03.07.2022 16:00
Ort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung


Anmeldeschluss:


02.07.2022


Veranstaltungsort


Zeitraum

Sa. 02.07.2022 - So. 03.07.2022, 09:30 - 16:00 Uhr

Datum Zeit Straße Ort
Sa. 02.07.2022 09:30 - 16:00 Uhr Sebastianstr. 21 Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
So. 03.07.2022 09:30 - 16:00 Uhr Sebastianstr. 21 Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Teilnahmegebühr

0,00 €

Format

Wochenendseminar