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Rassismus muss entschieden entgegengetreten werden, und das nicht nur in Zeiten des derzeitigen Rechtsrucks in Deutschland – dem würden viele weiße Menschen zustimmen und sich als tolerant und weltoffen beschreiben. Was aber braucht es, um eine rassismuskritische Haltung zu verinnerlichen und vor allem auch zu leben? Welche rassistischen Denkmuster, Glaubenssätze und Handlungsweisen tragen viele weiße Menschen unbewusst in sich? Wann und wie reproduzieren sie Rassismus, ohne dies zu wollen und zu bemerken?

An diesem Wochenende wollen wir gemeinsam mit unterschiedlichen Methoden erfragen, erfühlen und reflektieren was Weißsein bedeutet. Rassismus ist immer gegenwärtig. Weiße Menschen merken dies allerdings sehr oft nicht und reproduzieren rassistische Strukturen, auch ungewollt, oft mit. Als weiße Person in einem rassistischen System aufzuwachsen und sozialisiert zu werden, bedeutet in erster Linie eine Reihe an Privilegien zu genießen, aber auch selber bestimmte rassistische Denkweisen gelernt zu haben. Der Workshop wird Gefühlen wie Scham, Schuld oder Wut, die bei der Auseinandersetzung mit dem eigenem Weißsein auftreten können, Platz geben. Wir möchten in diesen Emotionen aber nicht stecken bleiben, sondern möchten diese in ein Gefühl von Verantwortung und Handlungsfähigkeit umwandeln.

Folgende Leitfragen werden zentral: Wie werde ich durch Rassismen privilegiert? Wie äußern sich diese Privilegien auf einer individuellen und strukturellen Ebene, zum Beispiel in Freund*innenschaften oder im Beruf und wie kann ich verantwortungsvoll mit ihnen umgehen? Was sind Mikro-Aggressionen und wie können diese vermieden werden? Lasst uns gemeinsam ehrlich sein, Gefühle zulassen und Verantwortung übernehmen!

Zielgruppe: Weiße Menschen, die bereit sind sich intensiv mit Weißsein und Rassismus auseinanderzusetzen

Lernziel: Involviertheit im System Rassismus reflektieren, Handlungsoptionen erarbeiten

Workshopzeiten:
Freitag 15:00-19:00 Uhr
Samstag 09:30-13:30 Uhr

Teilnahmebeitrag:
60 Euro, ermäßigt 30 Euro (ALG II, Schüler*innen & Studierende, nur mit Nachweis)

Nina Khan arbeitet in verschiedenen Kontexten zu Antidiskriminierung und Diversität, schwerpunktmäßig zu Rassismus, Weißsein und kolonialen Kontinuitäten. Sie ist seit über zehn Jahren freiberuflich als Trainerin in der politischen Bildungsarbeit tätig und hat in Südasienstudien promoviert. Gemeinsam mit Lou Herbst gibt sie unter dem Namen Khaloh (www.khaloh.de) Workshops und berät Organisationen im Bereich diversitätsorientierter Organisationsentwicklung. Nina Khan ist Referentin für Chancengleichheit und Diversity an der Universität Potsdam.

Lou Herbst arbeitet seit 15 Jahren im Bereich Anti-Disrkiminierung und Diversität, insbesondere zu Themen wie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, Schöhnheitsnormen/Lookismus und Rassismus/Weißsein. Gemeinsam mit Nina Khan gibt Lou Herbst unter dem Namen Khaloh (www.khaloh.de) Workshops und berät Organisationen zu diversitätsorientierter Organisationsentwicklung.
Als Referent*in begleitet Lou Herbst die Heinrich-Böll-Stiftung in der Umsetzung der Gemeinschaftsaufgabe Teilhabe, Antidiskriminierung und Geschlechterdemokratie.
Lou bietet außerdem systemische Beratung und Coaching an.


Unsere Corona-Präventionsmaßnahmen:
Um die Sicherheit aller zu gewährleisten ist die Teilnahme an Veranstaltungen in den Räumlichkeiten des Bildungswerks nur mit einem tagesaktuellen Schnelltest (kein Selbsttest) möglich. Dieser wird beim Einlass ins Bildungswerk kontrolliert.
Wir werden unsere Räume gut durchlüften und die Stühle mit ausreichend Abstand aufstellen. Sie werden eine kleine Gruppe von max. 15 Teilnehmenden sein, bitte halten Sie dennoch nach Möglichkeit die 1,5 Meter Abstand ein. In den Räumlichkeiten des Bildungswerks muss eine medizinische Maske getragen werden. Am Sitzplatz darf sie abgenommen werden. Wir hoffen, mit unseren Maßnahmen für Sie die Voraussetzungen für einen unbeschwerten Workshop geschaffen zu haben. Viel Spaß.

Anmeldung bitte unter Angabe Ihrer Adresse und Telefonnummer. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung. Die Zahlung des Teilnahmebeitrags wird nach Erhalt der Anmeldebestätigung bzw. nach Zahlungsaufforderung fällig.

Bei Absagen, die weniger als zwei Wochen vor Seminarbeginn eingehen, wird die Teilnahmegebühr nur dann zurückerstattet, wenn eine Person von der evtl. vorhandenen Warteliste nachrücken kann oder ein*e Ersatzteilnehmer*in gestellt werden kann. In jedem Fall wird aber eine Bearbeitungsgebühr von 20 Euro fällig.

Der Workshop kann für das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus der Heinrich Böll Stiftung mit 10 Unterrichtsstunden angerechnet werden.

Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.

Ausschlussklausel:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische, antimuslimische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen und Symboliken in Erscheinung getreten sind, die Teilnahme an der Onlineveranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Dies gilt auch, wenn eine Teilnahmegebühr bereits gezahlt wurde.

Bitte mitbringen:

tagesaktueller Corona-Schnelltest (kein Selbsttest)


Teilnahmegebühr

60,00 € (Ermäßigung möglich)


Zeitraum

Fr. 30.09.2022 - Sa. 01.10.2022, 15:00 - 15:00 Uhr


Zeitraum

Beginn: 30.09.2022 15:00
Ende: 01.10.2022 15:00
Ort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung



Veranstaltungsort


Zeitraum

Fr. 30.09.2022 - Sa. 01.10.2022, 15:00 - 15:00 Uhr

Datum Zeit Straße Ort
Fr. 30.09.2022 15:00 - 15:00 Uhr Sebastianstr. 21 Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Sa. 01.10.2022 15:00 - 15:00 Uhr Sebastianstr. 21 Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Teilnahmegebühr

60,00 € (Ermäßigung möglich)

Format

Wochenendseminar


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