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"Klasse" und "Klassenkampf", das waren die wichtigsten Schlagworte unter denen die sozialen Bewegungen ihre Kämpfe für Gleichheit und Freiheit führten. Die Arbeiter*innenbewegung nutzte den Begriff der Klasse, um die Einheit der Arbeiter*innen auszudrücken. "Klasse" bedeutete Identität und beschrieb gleichzeitig die Stellung in der Gesellschaft. Der Klassenkampf war dementsprechend das kollektive Aufbegehren gegen Unterdrückung und Ausbeutung.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff in den Hintergrund gedrängt: Insbesondere in Deutschland versuchte ein aggressiver Antikommunismus den Begriff der Klasse aus dem Diskurs zu verdrängen. Gleichzeitig erschien das Konzept der Klasse aus soziologischer Perspektive immer zweifelhafter, da er Spaltungen und Brüche innerhalb der scheinbar objektiven Klassenstrukturen verdeckte. Und schließlich entdeckten die neuen sozialen Bewegungen ab den 70er-Jahren neue gesellschaftsverändernde Subjekte jenseits der Arbeiter*innenklasse und wandten sich vom Klassenkampf ab.

In den letzten Jahren ist jedoch eine Renaissance des Klassenbegriffs zu erkennen. Insbesondere das globale Erstarken der Rechten, die teilweise in der alten Arbeiter*innenklasse erfolgreich sind, hat die Diskussionen um eine neue Klassenpolitik befeuert. Dies geschieht teilweise in Abgrenzung, teilweise in Ergänzung zu den Ansätzen linker Politik aus den letzten vierzig Jahren.

In diesem Seminar wollen wir erforschen, wie eine moderne Klassenpolitik aussehen kann. Dazu werden wir uns mit historischen Konzeptionen von Klasse beschäftigen, die derzeitige Gesellschaftsstruktur analysieren und Vorschläge für eine neue Klassenpolitik diskutieren. Wir werden sowohl Texte gemeinsam und in Kleingruppen lesen als auch uns in interaktiven Methoden dem Thema nähern.

Datum:
29.10.2022, 11 - 17 Uhr
30.10.2022, 11 - 17 Uhr

Ort: Aquarium, Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin

Mit: Max Zeterberg hat Geschichte und Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und promoviert nun in Kassel zu emanzipatorischer und antikapitalistischer Jugendarbeit.

Dirk Reinink ist Soziologe studiert und arbeitet in der gewerkschaftlichen politischen Bildung.

Das Seminar richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten aber darum, bei Verhinderung rechtzeitig abzusagen. Das Seminar ist gut für Einsteiger*innen geeignet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Unsere Corona-Präventionsmaßnahmen:
Um die Sicherheit aller zu gewährleisten ist die Teilnahme an der Veranstaltung nur mit einem tagesaktuellen Schnelltest (kein Selbsttest) möglich. Dieser wird beim Einlass kontrolliert und mit einem Ausweisdokument abgeglichen. Wir werden die Räume gut durchlüften und die Stühle mit ausreichend Abstand aufstellen. Sie werden eine kleine Gruppe von max. 15 Teilnehmenden sein, bitte halten Sie dennoch nach Möglichkeit die 1,5 Meter Abstand ein. Bitte tragen Sie für eine eventuelle Kontaktnachverfolgung Ihre vollständigen Daten gut leserlich in die Teilnahmeliste ein. Wir hoffen, mit unseren Maßnahmen für Sie die Voraussetzungen für einen unbeschwerten Workshop geschaffen zu haben. Viel Spaß!

Sollte sich die Situation im Herbst entspannen, ist ein Schnelltest nicht erforderlich. Wir werden rechtzeitig darüber informieren.

Sollte sich die Situation im Herbst entspannen, ist ein Schnelltest nicht erforderlich. Wir werden rechtzeitig darüber informieren.

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Bitte mitbringen:

tagesaktuellen Schnelltest (kein Selbsttest)


Teilnahmegebühr

0,00 €


Zeitraum

Sa. 29.10.2022 - So. 30.10.2022, 11:00 - 17:00 Uhr


Zeitraum

Beginn: 29.10.2022 11:00
Ende: 30.10.2022 17:00
Ort: aquarium (neben Südblock)


Anmeldeschluss:


28.10.2022


Veranstaltungsort


Zeitraum

Sa. 29.10.2022 - So. 30.10.2022, 11:00 - 17:00 Uhr

Datum Zeit Straße Ort
Sa. 29.10.2022 11:00 - 17:00 Uhr Skalitzer Str. 6 aquarium (neben Südblock)
So. 30.10.2022 11:00 - 17:00 Uhr Skalitzer Str. 6 aquarium (neben Südblock)
Teilnahmegebühr

0,00 €

Format

Workshop