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Die Menschenrechte sind seit Jahren ein Thema, das in vielen Veranstaltungen des Bildungswerkes Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung aufgegriffen wird. Seit 2013 findet regelmäßig der Stadtspaziergang „Auf der Spur der Menschenrechte durch Kreuzberg” statt. Dem liegt der Ansatz zugrunde, ein globales Handeln für die Menschenrechte und das Engagement vor Ort miteinander zu verbinden.

Nun gibt es eine neue, 3. Auflage der Broschüre auf der Grundlage dieses Stadtspaziergangs. Verfasst wurde sie von Martin Forberg und Lina Marie Tietze, unter redaktioneller Mitarbeit von Josephine Fahr und mit Beiträgen von Jacob Häberli. Diese neue Auflage soll auf diesem Spaziergang anhand von konkreten Orten vorgestellt werden. Sie kann auf der Internetseite des Bildungswerks herunter geladen werden unter: https://www.bildungswerk-boell.de/de/2024/01/26/auf-der-spur-der-menschenrechte-durch-kreuzberg und die Teilnehmenden können sie auch als Broschüre bekommen.

Kreuzberg ist nicht zuletzt durch seine sozialen Bewegungen bekannt, die sich z.B. für Frauenrechte engagieren, gegen die Verdrängung von Mieter*innen, für ein menschenwürdiges Leben von Schutzsuchenden und illegalisierten Menschen, gegen Rassismus und gegen jegliche Diskriminierung. Immer geht es dabei auch um die Verwirklichung der Menschenrechte.

Zweifellos sind die Menschenrechte gegenwärtig unter Druck, zweifellos haben politische Kräfte, Regierungen und Tendenzen an Einfluss zugenommen, für die die Menschenrechte „lästig” sind, die gegen die Menschenrechte verstoßen und sie massiv gefährden. Tatsächlich kann gerade heute eine Verteidigung der Menschenrechte und ein Engagement für ihre Einhaltung eine wirksame politische Gegenwehr gegen brachiale Gewalt und Herrschaft, gegen Autoritarismus und Unterdrückung bedeuten. Ohne die Verteidigung der Menschenrechte ist eine Verteidigung der Demokratie nicht möglich.  

Tatsächlich gab und gibt es in allen Teilen der Welt menschenrechtliche Ansätze und ebenso schwere Verstöße gegen die Menschenrechte. Neben der Universalität, der weltweiten Gültigkeit der Menschenrechte steht ihre Unteilbarkeit: Die Versammlungs- und Meinungsfreiheit einerseits und das Recht auf soziale Sicherheit andererseits gehören zusammen.

Diese ganzheitliche Sicht wird schon in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 vertreten. Vor dem Hintergrund der NS-Verbrechen verfasst, hat sie den Grundstein für ein bislang einmaliges internationales System des Menschenrechtsschutzes gelegt. Wichtige UNO-Einrichtungen zum Schutz der Menschenrechte sind der Menschenrechtsrat und das Hochkommissariat für Menschenrechte. Auch der Internationale Strafgerichtshof – eine Institution außerhalb der UNO -– dient der Verwirklichung der Menschenrechte.

Zivilgesellschaftliche Organisationen setzen sich ebenfalls global für Menschenrechte ein. Eine sehr bekannte und einflussreiche ist Amnesty International.  Auch wenn Menschenrechte den Anspruch haben, immer und überall gültig zu sein, beeinflussen sie das Leben der Menschen doch genau an dem Ort, an dem sie leben. Kreuzberg ist auch dafür ein besonders spannender Ort.


Referent: Martin Forberg M.A.

Martin Forberg ist politischer Bildner, Publizist und Stadtbilderklärer. Er hat Neuere Geschichte mit den Nebenfächern Soziologie und Ethnologie studiert.

 


Teilnahmegebühr

0,00


Termin(e)

Sa. 13.07.2024, 15:00 - 17:15 Uhr


Zeitraum

Beginn: 13.07.2024 15:00
Ende: 13.07.2024 17:15
Ort: Berlin, Kreuzberg


Anmeldeschluss:


12.07.2024


Veranstaltungsort

Zu dieser Veranstaltung sind keine Orte verfügbar.


Termin(e)

Sa. 13.07.2024, 15:00 - 17:15 Uhr

Für diesen Kurs sind keine Termine vorhanden.

Teilnahmegebühr

Kostenlos

Format

Stadtspaziergang